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Haltungserfahrungen

Pylopaguropsis fimbriata thumbnail

cind @ Pylopaguropsis fimbriata vor 1 Tag

Von einem renommierten Online-Händler wurden einmalig Einsiedlerkrebse unter dem Namen „Zebra-Einsiedler“ angeboten und als „Fadenalgen fressend“ angepriesen. Da die Tiere prima mit den „Flachwasser“bedingungen eines Aquariums zurechtkommen, nehme ich an, dass es sich eher um Pylopaguropsis fimbriata als um die tiefseebewohnenden Pylopaguropsis zebra gehandelt hat.
Eine kleine Gruppe dieser Tiere kam lebend an und hat die Eingewöhnung bewältigt. Sie wirkten allerdings ausgehungert und wurden lange gezielt gefüttert. Dabei ließ sich folgendes beobachten:
- Sehr scheu; zogen sich in Höhlen zurück und drückten sich dort in der dunkelsten Ecke mit der Gehäuseöffnung fest an eine Wand.
- Solitär; wenn man mehrere Tier zusammen setzte, bewegten sich diese sofort wieder so weit wie möglich voneinander fort. Das größte Tier behauptete den Platz.
- Carnivor; sehr gern wurden kleine Stücke von gekochtem Eiweiß gefressen, auch gefrostete Mückenlarven, Körnchen für Süßwassergarnelen, getrocknete Daphnien u.ä. fanden Interesse. Algentabs, Haferflocken, Welstabs, gekochtes Gemüse u.ä. wurde dagegen ignoriert.
- Opportunistisch; aus ihrer Höhle bewegen sich die Tiere kaum je heraus. Nur gelegentlich kann man sie in der Dämmerung vor „ihrem“ Höhleneingang dabei beobachten, wie sie den Bodengrund absuchen. Kleine Steinchen werden mit den Mundwerkzeugen gedreht und gewendet und wahrscheinlich der Biofilm abgeweidet. Nach einer Fütterung mit Essigälchen u.ä. werden diese möglicherweise auch aus dem Wasser heraus gefangen.
- Sehr ausdauernd; als im Urlaub ein größeres Lebewesen verendet und das gesamte Becken gekippt ist, waren diese Krebse die einzigen, die das Inferno überlebt haben. Sie waren unter diesen Extrembedingungen dicht an die Wasseroberfläche geklettert.
Die Krebschen habe ich jetzt seit einem guten Vierteljahr, sie haben inzwischen das Häuschen gewechselt, und ich freue mich an ihrer filigranen, hübschen Erscheinung. Ob sie in die Kategorie „Cleaningcrew“ passen, bezweifele ich allerdings.

Doryrhamphus bicarinatus thumbnail

cind @ Doryrhamphus bicarinatus am 19.07.25

Pflege ein Männchen dieser Art als Einzeltier in einem Nano-Artenbecken. Es ist mir als D.excisus verkauft worden, nach der verdickten Partie rund um die Kiemen und dem Muster auf der Schwanzflosse muss es sich aber D.bicarinatus handeln.
Im Vergleich zu D.excisus ist diese Art zierlicher und hat einen sehr feinen "Rüssel". Mückenlarven gehen da nicht durch. Dafür frisst es sonst alles: Artemia Eier u. frisch geschlüpfte Nauplien natürlich, Essigälchen sind der Renner, Muschelfeed und fein zerriebenes gekochtes Eigelb wird genauso gern genommen wie Zooplankton. Futter wird sowohl an der Wasseroberfläche als auch vom Bodengrund genommen, alle Flächen, Ritzen und Höhlen werden ausdauernd abgesucht. Das Fischlein ist schier pausenlos unterwegs und dabei sehr nett anzusehen. Bei Temperaturen über 26°C zieht stellt es seine Bewegung allerdings ein und sucht einen Ruheplatz, gern senkrecht in einer Ritze stehend oder unter einem Stein liegend.

Trimma rubromaculatum thumbnail

cind @ Trimma rubromaculatum am 04.09.24

Konnte ein Einzeltier für ein Nano-AQ bekommen, das mit Lava- und Lochgestein gestaltet ist. Das Fischlein fühlt sich in diesen Steinaufbauten mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten offenbar sehr wohl. Es ist tag- und dämmerungsaktiv und besetzt ein Revier von ca. 10cm x 20cm, das es sich mit einer kleinen Minmax-Anemone (Stychodactylus tapetum) teilt. Es hält sich gern in der Umgebung der Anemone auf, ohne mit ihr in Konflikte zu geraten. Bei dem leisesten Schatten von oben verschwindet es in einer Spalte oder einem Loch. Strömungsruhige Bereiche werden offenbar bevorzugt, bei starker Strömung ist das Tier nicht zu sehen. Bei ausgestellter Wasserbewegung zeigt es sein volles Verhaltensrepertoire - lauern, jagen, explorieren. Außer den bereits erwähnten Futtersorten werden auch Essigälchen gern genommen und Algenaufwuchs abgesucht.
Die Temperatur bwegt sich in meinem AQ zwischen 24°C-26°C, was völlig i.O. zu sein scheint. Bezüglich der Salzkonzentration offenbar tolerant und flexibel
Ich frage mich, ob der dunkle Fleck am Bauch ein Laichfleck ist und evt. ein Merkmal für weibliche Tiere?
Sehr hübsches, süßes Fischlein, farbenfroh, lebhaft und mit seinem natürlichen Verhalten eine Bereicherung!

Tritia reticulata thumbnail

cind @ Tritia reticulata am 13.03.24

Auf der Suche nach Nassarius spc. für ein neu einzurichtendes AQ bin ich über ein Online-Angebot aus Versehen an diese Art geraten. Es sind rel.große Schnecken, die sich mit einem Eingraben in feinen Korallenbruch etwas schwer tun. Bei Temperaturen von 19°- 22°C ruhen sie viel, kommen aber damit zurecht. Aktivität ab Dämmerung und über Nacht, bei Licht vergraben sie sich. Auch auf Aufbauten und an den Scheiben kriechen sie herum, finden da aber ein bisschen schlecht Halt. Ab und zu werden sie mit einem Stück gekochtem Eiweiß, Krabbenfleisch o.ä. zugefüttert. Sie kommen dann in atemberaubender Geschwindigkeit heraus, wickeln die "Beute" mit ihrem Fuß ein und verspeisen sie. Wenn 2 Schnecken dabei aufeinandertreffen, rollt sich die erfolgreiche mit ihrer Beute zur Seite. Die Orientierung zu einer Nahrungsquelle ist grob, sie gehen manchmal eher in Richtung einer anderen Schnecke, die gerade frisst, obwohl ein Stück Futter neben ihr liegt. Dass diese Art lebende Strukturen anknabbert, konnte ich nicht beobachten, auch die "Verzierung" des AQ mit Eipaketen ist bisher noch nicht aufgetreten. Aus meiner Sicht ausdauernde, genügsame Aquarienbewohner, die durch ihre Reaktivität und den geckigen Rüssel viel Spaß machen.

"Was ist das?"

keine