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Amphiprion sp.

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Uploaded by AndiV.
Courtesy of the author Barnett P. Shutman, RVS Fishworld, Inc., Philipinnen Image detail


Profile

lexID:
11454 
AphiaID:
 
Scientific:
Amphiprion sp. 
German:
"Saint-Marie Anemonenfisch" 
English:
"Saint-Marie Anemonefish" 
Category:
Klovnfisk 
Family tree:
(Kingdom) > (Phylum) > (Class) > (Order) > (Family) > Amphiprion (Genus) > sp. (Species) 
Occurrence:
Endemic species, Madagascar, Vestlige Indiske ocean 
Sea depth:
1 - 12 Meter 
Size:
12 cm - 13 cm 
Temperature:
22°C - 28°C 
Food:
Copepods, Frozen food (small sorts), Fish eggs, Artemia, Artemia Nauplii, Daphnia Salina, Fiske afkom, Hummer æg, Krill, Mysis 
Difficulty:
There are no reports available yet that this animal has already been kept in captivity successfully 
Offspring:
Not available as offspring 
Toxicity:
Toxic hazard unknown 
CITES:
Not evaluated 
Red List:
Not evaluated (NE) 
Related species at
Catalog of Life
:
 
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in this lexicon
:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Created:
Last edit:
2018-03-17 14:04:21 

Husbandry

Wir danken Barnett Shutman (RVS Fishworld & Golden Coast for Fishing and Sea Products) für die Erlaubnis zur Nutzung seines "Saint-Marie Anemonenfischs" und haben eine grobe Teil-Übersetzung des in PLOS /one veröffentlichten wissenschaftlichen Berichts „Sea surface currents and geographic isolation shape the genetic population structure of a coral reef fish in the Indian Ocean" angefertigt.

Das Konzept einer "Spezies (Art)" ist grundlegend für unser Verständnis der Welt um uns herum, aber es ist eine überraschend undefinierbare Qualität, wenn es auf das unzählige Leben auf unserem Planeten angewendet wird - das zoologische Äquivalent der Quantenmechanik.
Je näher man einem gegebenen Organismus begegnet, desto wahrscheinlicher ist es, eine Nuance und Vielfalt zu finden, die einer einfachen Klassifizierung entgehen.
Nehmen wir zum Beispiel den Indischer Weißrücken-Clownfisch (Amphiprion akallopisos), er lebt im westlichen Indischen Ozean (WIO) entlang der afrikanischen Küste und im östlichen Indischen Ozean (EIO), an Orten wie der Andamanensee und den Riffen, die Java in Indonesien umgeben.
Dies ist jedoch Unsinn, denn obwohl diese beiden Populationen in ihrer Morphologie und Färbung scheinbar identisch sind, so sind sie, genetisch gesehen, Meilen voneinander entfernt ...
so unterschiedlich wie ein Ocellaris Clownfisch von einem Percula Clownfisch!!

Angesichts der großen geografischen Trennung sollte das wirklich nicht überraschen. Aber wie verhält es sich in einem feineren Maßstab?

Durch die Verwendung von mitochondrialen und nukleären genetischen Markern sowie durch die Probennahme von einundzwanzig verschiedenen Lokalitäten über nahezu den gesamten Vorkommensbereich von Amphiprion akallopisos, haben wir nun eine vollständige Einschätzung dafür, wie diese Populationen miteinander interagieren.
Wie bereits bekannt, Indischer Weißrücken-Clownfisch der EIO die wahren A. akallopisos (die ursprünglich aus Sumatra beschrieben wurden), während jene, die näher an Afrika liegen, ganz andere Tiere sind.
Frühere Studien haben diese Divergenz (evolutionäre Auseinanderentwicklung) vor etwa 1-2 Millionen Jahren festgestellt, und aufgrund der größeren genetischen Vielfalt, die in der östlichen Population herrscht, gefolgert, dass der WIO zuletzt besiedelt wurde.

Und hier ist unter diesen "falschen Akallopisos" eine unerwartete Überraschung entdeckt worden, die sich in ihrer DNA versteckt.
Die entlang der afrikanischen Küstenlinie und im westlichen Madagaskar auftretenden Gebiete sind größtenteils homogen und weisen kein starkes Anzeichen für eine Artbildung auf.
Wenn wir die Meeresströmungen in dieser Ecke des Globus untersuchen, sehen wir, dass sie von Osten nach Westen fließen, und wir finden Beweise für die Auswirkungen, die dies auf die Genetik der ansässigen Anemonenfische hat.

Der Genfluss ist scheinbar unidirektional, kommt aus Madagaskar und reist nach Afrika, anders ausgedrückt, die Fischlarven von Amphiprion akallopisos wandern von Madagaskar manchmal nach Kenia oder Mozambique, aber das Gegenteil ist weitaus seltener.
Um diese Wanderung durchführen zu können, müssten diese pelagischen Larven gegen die vorherrschenden Strömungen ankämpfen, wofür sie schlecht gerüstet sind.
Aber es gab einen interessanten Ausreißer in den Daten. Proben, die von den weniger bekannten Riffen des nordöstlichen Madagaskars gesammelt wurden, unterscheiden sich merklich von den „getrennten“ Amphiprion akallopisos.

Der Unterschied ist ungefähr halb so groß wie der Unterschied zwischen der WIO- und EIO-Population, aber er ist immer noch bedeutend größer, als der Unterschied zwischen beispielsweise einem Amphiprion akallopisos in Kenia und Mosambik.
Aufgrund der lokalen Hydrologie - insbesondere der Abzweigung des Nordost-Madagaskar-Stroms - ist die Population in und um die Île Sainte-Marie wahrscheinlich an ihrem Platz geblieben, sprich die Fischlarven sind nicht verdriftet.

Dies ist der Zauber, aus dem neue Arten geboren werden.

Wie es aussieht, ist dieser Fisch äußerlich nicht anders als alle anderen in der WIO (oder, in der Tat, die EIO), stattdessen liegt seine Einzigartigkeit tief in seinem genetischen Erbe und in seiner starken geographischen und ozeanographischen Isolation.
Das bringt den Autor zu dem Punkt zurück, an dem diese Diskussion begonnen habt. Was bedeutet es, eine "Spezies" zu sein, und wie wenden wir dies auf eine Kreatur wie den Saint-Marie Anemonenfisch an?
Je nach Standpunkt kann man dies als Teil einer einzigen weit verbreiteten Art in der WIO betrachten, oder alternativ als eine der seltensten Amphiprionen, die wir kennen.
Beide Argumente haben einige Vorteile. Dies mag ein esoterischer Punkt sein, aber er hat wichtige Auswirkungen auf den Naturschutz.
Es ist nicht schwer sich vorzustellen, dass ein einziges Bleichereignis die gesamte Anemonenfauna in dieser Region auslöschen würde, was wahrscheinlich dazu führen würde, dass dieser Anemonenfisch (zusammen mit dem sympatrischen, isolierten Weißmaronen-Anemonenfisch) eliminiert wird.

Da sich der Planet auf dem Weg zu wärmeren Ozeanen befindet, ist ein solches Szenario nicht so theoretisch wie unvermeidlich. Die Zucht in Gefangenschaft könnte helfen, diese einzigartigen genetischen Linien zu bewahren, aber wer wird die Zeit, das Geld und die Anstrengung aufwenden, die notwendig sind, um einen Fisch zu schützen, den wir gerade erst entdeckt haben?

Wird sich überhaupt irgendjemand um den von uns entdeckten Saint-Marie Anemonefisch kümmern?

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